Rezension: One Last Dance – Nicole Böhm

[Rezensionsexemplar I unbezahlte Werbung]
One Last Dance wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar von der Verlagsgruppe HarperCollins zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde diesbezüglich nicht beeinflusst.
In dem Sinne nochmal VIELEN DANK!

Gillian wollte schon immer nur eines: Tänzerin werden. Doch nun vertritt sie ihren kranken Vater als Rektorin der renommierten New York Music & Stage Academy. Ihr Leben scheint vorgezeichnet, für große Träume gibt es darin keinen Platz mehr. Dann läuft ihr eines Tages Jaz über den Weg – ein junger Streetdancer, bettelarm, aber mit unglaublichem Talent – und sie erkennt, dass es nie zu spät ist, für seine Träume zu kämpfen. (Quelle)

Für ihn war Tanzen so wie atmen, aber für mich bedeutete es Schmerz. Echter, tiefsitzender und beklemmender Schmerz.

Auf diesen Teil der Reihe habe ich mich am meisten gefreut. I mean.. dieses Cover ist einfach unglaublich schön und mein Liebstes der Reihe. Zu dem, für mich als ehemalige Tänzerin, die das Tanzen und jeden einzelnen Beat in jeder Faser ihres Körpers spürt, kam die Geschichte wie gerufen.
Und doch muss ich leider zugeben, dass Teil Zwei mich nicht so überzeugen konnte wie Teil Eins.

Es war unglaublich toll wieder nach New York zurückzukehren, vor allem zu NYMSA. Ich liebe einfach das Setting, dass Nicole Böhm geschaffen hat und würde am liebsten direkt meine Bewerbung losschicken. Doch stand mir in diesem Teil die Schule ein bisschen zu sehr im Fokus. Das Tanzen blieb etwas auf der Strecke. Ich hab die Vibes irgendwie nicht gefühlt und das obwohl ich normalerweise nicht still halten kann, sobald Musik ertönt oder man vom Tanzen redet.
Vielleicht hatte ich aber auch, aufgrund dessen das ich 15 Jahre im Verein getanzt habe, zu große Erwartungen an diese Geschichte was das Tänzerische angeht.

One Last Dance bekommt mit Jaz einen völlig neuen Charakter. Ein Charakter, der Gillian, die wir schon aus dem ersten Teil kennen, auf ganz besondere Weise berührt.
Jaz lebt auf der Straße und verdient sich sein Geld mit dem Streetdancen.
Das Leben auf der Straße ist nicht immer rosig, gerade die Wintermonate setzen ihm ordentlich zu.
Und obwohl ich Jaz’s Leben total interessant und als Thema gut gewählt finde, bin ich einfach bis zum Schluss nicht mit ihm warm geworden.
Mir ist es generell am Anfang schwer gefallen in die gesamte Geschichte reinzukommen, da ich einfach noch sehr an Riley, Julian und Ethan aus dem ersten Teil hang. Ich hätte am liebsten nach One Last Song, eine Geschichte über Ethan (sprich Teil 3) gelesen. Vielleicht wäre ich dann offener für einen neuen Charakter gewesen. But who knows ..
Aber selbst mit Gillian bin ich nicht allzu warm geworden.
Ich hätte mir außerdem gewünscht, dass ihr Knoten früher geplatzt und es bei ihr auch mehr ums Tanzen gegangen wäre. Dadurch empfand ich wohl auch das Ende als ein wenig abrupt.
Dennoch muss ich sagen, dass es mir sehr gefiel, dass sie trotz ihres Wohlstandes und ihrer Bekanntheit, immer auf dem Boden geblieben ist.

Fazit: Vorweg, man kann die Bücher der Reihe unabhängig voneinander lesen, aber ich empfehle dennoch mit Teil 1 zu starten, da man einfach mit dem Band in die Welt und die NYMSA eingeführt wird.
Für mich ist One Last Dance zwar schwächer als Band 1, gehört trotz den Kritikpunkten für mich in die Kategorie Leseempfehlung! Es hat mich wunderbar unterhalten und mich den Alltag vergessen lassen. Ich konnte mit Gillian & Jaz wieder nach New York reisen und noch mehr den Vibe dieser eindrucksvollen Stadt spüren. Ich freue mich jetzt unglaublich doll auf den dritten Teil ‚One Last Act‘ und kann es kaum erwarten wieder an die NYSMA zurück zu kehren.

Titel: One Last Dance
Verlag: Harper Collins / Mira Taschenbuch
Genre: New Adult / NYC & Tanz
Seitenanzahl: 448 Seiten
Erscheinungsdatum: 26.01.2021
Preis: 12,99€ / eBook 9,99€